Wann das Thema auf Ihre Situation zutrifft
Das Thema betrifft Sie, wenn Sie eine Scheidung erwägen, getrennt leben oder gemeinsames Vermögen und Verbindlichkeiten ordnen wollen. Sie müssen nicht sofort den Antrag stellen, um überlegt zu handeln.
Oft ist es sinnvoller, zuerst Vermögen und Unterlagen zu erfassen und erst danach über weitere Verfahrensschritte zu entscheiden.
- Sie erwägen eine Scheidung und möchten wissen, wo Sie anfangen sollen.
- Sie haben gemeinsames Vermögen aufzuteilen.
- Sie möchten Regeln für künftige Abrechnungen festlegen.
Nächster Schritt
Wenn Sie Ihre Situation besprechen oder mögliche Lösungen prüfen möchten, wählen Sie eine der folgenden Optionen.
Was prüfen und welche Unterlagen vorbereiten
Zu Beginn brauchen Sie eine Liste von Vermögen und Verbindlichkeiten sowie Unterlagen zu Eigentum und finanzieller Lage. Je früher das steht, desto leichter lassen sich Umfang und Kosten einschätzen.
- Ehevertrag (falls vorhanden) sowie Scheidungs- oder Trennungsunterlagen (falls schon vorhanden).
- Unterlagen zu Immobilien, Fahrzeugen, Konten und wesentlichen Verträgen.
- Liste von Krediten, Bürgschaften und anderen gemeinsamen Verbindlichkeiten.
- Kurze Beschreibung: was gemeinsam, was persönlich, was streitig ist.
Typische Risiken und Fallstricke
Die häufigsten Probleme entstehen durch Zeitdruck: Antrag ohne Vermögensübersicht, unüberlegte mündliche Absprachen oder fehlende Unterlagen bei gemeinsamen Krediten und Immobilien.
- Antrag ohne geordnetes Vermögen und ohne Prioritäten.
- Unterzeichnung von Vereinbarungen ohne Kenntnis steuerlicher und vollstreckungsrechtlicher Folgen.
- Übergehen gemeinsamer Verbindlichkeiten bei der Aufteilung von Aktiva.
- Fehlende Eigentumsunterlagen und Kreditsalden.
Wann Sie einen Anwalt kontaktieren sollten
Kontakt lohnt sich, wenn gemeinsames Vermögen oder Kredite bestehen, Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, oder Interessen vor übereilten Entscheidungen absichern wollen. Das erste Gespräch beginnt meist mit einer kurzen Situations- und Dokumentenbeschreibung.
Viele Schritte lassen sich remote führen: Beratung, Dokumentenanalyse und Vorbereitung von Regelungen. Wenn es das Recht verlangt, erfolgt die Vertretung vor Gericht persönlich.